TDK Electronics · TDK Europe

REACH: Häufig gestellte Fragen

1. Welche möglichen Pflichten bestehen unter REACH für Hersteller elektronischer Bauelemente?

Für Hersteller und Importeure eines Stoffes:

Wird ein Stoff hergestellt oder importiert oder wird ein Stoff oder mehrere Stoffe in Zubereitungen mit mehr als einer Tonne pro Jahr importiert, dann hat ein europäischer Hersteller elektronischer Bauelemente dieselben Pflichten wie ein Hersteller eines Stoffes.

Für Hersteller von Erzeugnissen:

Im Prinzip gibt es zwei Pflichten. Wird aus dem Erzeugnis absichtlich über eine Tonne pro Jahr eines Stoffes freigesetzt, dann muss dieser – wenn nicht schon durch Dritte geschehen – registriert werden. Enthält das Erzeugnis gemäß REACH Kandidatenliste einen besonders Besorgnis erregenden Stoff mit mehr als 0,1 Prozent Anteil bezogen auf das Produktgewicht muss der Hersteller dem Abnehmer des Erzeugnisses die ihm vorliegenden, für eine sichere Verwendung des Erzeugnisses ausreichenden Informationen zur Verfügung stellen und mindestens den Namen des betreffenden Stoffes angeben (siehe auch www.epcos.com/reach_svhc). Ab dem 1. Juni 2011 muss unter bestimmten Umständen eine Mitteilung innerhalb von 6 Monaten nach Erscheinen der revidierten Kandidatenliste an die ECHA ergehen.

2. Welche Fristen gelten für die Mitteilung an ECHA und welche für die Information an Kunden?

Der ECHA muss ab dem 1. Juni 2011 innerhalb von sechs Monaten nach Ermittlung des Stoffes Mitteilung gemacht werden. Eine Mitteilung ist dann nicht erforderlich, wenn der Stoff in betroffenen Erzeugnissen weniger als 0,1% enthalten ist oder die Gesamtmenge des Stoffes in den betroffenen Erzeugnissen weniger als 1 Tonne pro Jahr und pro Hersteller (Importeur) beträgt. Ebenso muss keine Mitteilung erfolgen, wenn der Hersteller oder Importeur bei normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen einschließlich der Entsorgung eine Exposition von Mensch oder Umwelt ausschließen kann und ebenso für Stoffe, die bereits für die betreffende Verwendung registriert worden sind. Für die Information an Kunden gibt REACH keine Fristen vor.

3. Kann es vorkommen, dass ein Stoff registriert werden muss, wenn dieser in einem Erzeugnis enthalten ist?

Der ECHA muss ab dem 1. Juni 2011 innerhalb von sechs Monaten nach Ermittlung des Stoffes Mitteilung gemacht werden. Eine Mitteilung ist dann nicht erforderlich, wenn der Stoff in betroffenen Erzeugnissen weniger als 0,1% enthalten ist oder die Gesamtmenge des Stoffes in den betroffenen Erzeugnissen weniger als 1 Tonne pro Jahr und pro Hersteller (Importeur) beträgt. Ebenso muss keine Mitteilung erfolgen, wenn der Hersteller oder Importeur bei normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen einschließlich der Entsorgung eine Exposition von Mensch oder Umwelt ausschließen kann und ebenso für Stoffe, die bereits für die betreffende Verwendung registriert worden sind. Für die Information an Kunden gibt REACH keine Fristen vor.

4. Wo erhält man Informationen zu Stoffen in EPCOS-Produkten?

TDK Electronics veröffentlicht seit 2002 Materialdatenblätter auf seiner Website, die auf der IEC PAS 61906 basieren. Wie in REACH festgelegt, sind die Stoffangaben auf das Produkt bezogen. Da die Stoffzusammensetzung zu 100 Prozent wiedergegeben wird, reichen diese Dokumente bereits aus, um zum Beispiel eine mögliche Pflicht zur Kundeninformationen gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung zu erfüllen.

5. Welche Aufbewahrungsfristen gibt es für Dokumente bezüglich REACH?

Jeder Hersteller, Importeur, nachgeschalteter Anwender und Händler trägt sämtliche gemäß REACH für seine Aufgabenerfüllung erforderlichen Informationen zusammen und hält sie während eines Zeitraums von mindestens zehn Jahren nach der letzten Herstellung, Einfuhr, Lieferung oder Verwendung des Stoffes oder der Zubereitung zur Verfügung.

6. Wie hat sich TDK Electronics auf seine Rolle(n) unter REACH vorbereitet?

Bereits 2006 wurde das REACH Implementation Team (RIT) unter der Leitung der Abteilung Technik und Qualität – Umweltschutz gegründet. Dem Team gehören die Vertreter der europäischen, rechtlich eigenständigen Standorte an. In regelmäßigen Sitzungen bereiten sich die Standorte auf ihre REACH-Aufgaben vor.

7. Sind nicht-europäische TDK Electronics-Standorte von REACH betroffen?

Nein, nicht im rechtlichen Sinn.

8. Die Automobilindustrie verlangt nach einem Single Point Contact. Wie erfüllen Sie diese Forderung?

Die europäischen TDK Electronics Standorte setzen dies eigenverantwortlich um, wobei jeder Standort einen eigenen Single Point Contact stellt.

9. Welche Hilfen gibt es zu REACH?

Siehe bitte die weiterführenden Informationen zu REACH.

10. Wer ist Hersteller, wer Importeur? Was ist ein Erzeugnis?

Siehe bitte Definitionen des Artikels 3 der REACH-Verordnung.

11. Müssen alle Stoffe, die in Bauelementen vorkommen, registriert werden?

Bauelemente sind nach REACH-Definition Erzeugnisse. Daher müssen nur Stoffe registriert werden,

  • die absichtlich freigesetzt werden sollen und
  • von denen über eine Tonne pro Jahr verarbeitet wird (Beispiel: Stoffe in Druckerpatronen, Markern, Feuerlöschern, etc.).

Da aus EPCOS Produkten keine Stoffe absichtlich oder vernünftigerweise vorhersehbar freigesetzt werden (auch nicht bei Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren), besteht auch keine Registrierpflicht nach Artikel 7(1) der REACH-Verordnung.

12. Ist TDK Electronics REACH-konform?

An den TDK Electronics Standorten besteht ein Management-System nach ISO 14001. Im Rahmen dieses Management-Systems müssen rechtliche und andere Anforderungen geprüft und überwacht werden. Dazu gehören auch die Anforderungen unter REACH.

13. Gibt es besonders Besorgnis erregende Stoffe in EPCOS Produkten?

14. Wie kommuniziert TDK Electronics REACH?

TDK Electronics hält mit allen Betroffenen in der Lieferkette Kontakt. Bereits im Oktober 2007 wurden erste Anfragen bei Lieferanten durchgeführt und Anfragen von Kunden beantwortet. Intern werden betroffene Mitarbeiter und Fachabteilungen auf REACH intensiv vorbereitet. TDK Electronics betreibt einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch im RIT (siehe auch 6.) und in Fachgremien verschiedener Verbände. Darüber hinaus half TDK Electronics bei der Gestaltung des BDI-Helpdesk und des ZVEI-Workshops zu REACH. Durch seine Projektarbeit hat TDK Electronics auch zur Erstellung der Guidance for downstream users beigetragen und ist damit aktiv am REACH-Prozess beteiligt.