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Infrastruktur für KI-Rechenzentren

5. November 2026

Mit engen Kundenbeziehungen am Puls der Zeit bleiben

 Teaser Pic

Anbieter von Infrastruktur für KI-Rechenzentren stehen vor der Herausforderung, den Wirkungsgrad zu verbessern und das Wärmemanagement in immer dichter gepackten Systemen zu optimieren. Gleichzeitig müssen sie sich an die sich rasch wandelnden Anforderungen anpassen. Ein enger Dialog mit den Zulieferern ist entscheidend, um diese Anforderungen mit der technologischen Entwicklung in Einklang zu bringen. Aline Vérité, Global Sales Development für KI-Rechenzentren bei TDK, erläutert, wie Kunden-Roadmaps ihre Arbeit inspirieren und wie Technologien von TDK dazu beitragen können.

Worin unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Bereich der KI-Infrastruktur von der in etablierteren Märkten?

Aline Vérité: Schnelligkeit ist alles. Die Entwicklungszyklen sind kurz und die Kundenanforderungen können sich rasch ändern. Entscheidend ist daher, dass ich die Herausforderungen verstehe, mit denen Kunden heute konfrontiert sind, und zukünftige Veränderungen ihrer Plattformen frühzeitig vorhersage.

Deshalb stehe ich in ständigem Dialog mit ihnen. Wenn Kunden ihre Rechenkapazität ausbauen, müssen sie auch den Strombedarf, den Kühlbedarf, die Zuverlässigkeit und den verfügbaren Platz berücksichtigen. Da diese Anforderungen eng miteinander verflochten sind, ist es für mich unerlässlich, das große Ganze zu verstehen, um die richtigen Bauelemente auszuwählen.

Wie ermitteln Sie, welche Kundenbedürfnisse die Produktentwicklung beeinflussen sollten?

Der erste Schritt besteht darin, dem Kunden zuzuhören und seine technischen Herausforderungen sowie seine langfristigen Pläne zu besprechen. Diese Gespräche helfen mir einzuschätzen, welche unserer bestehenden Technologien geeignet sind und wo möglicherweise neue Technologien benötigt werden.

Darüber hinaus verfolge ich Marktentwicklungen und Technologietrends. Durch die Kombination dieser Erkenntnisse kann ich die Produktentwicklung steuern und sicherstellen, dass sich die Prioritäten von TDK an die sich ändernden Anforderungen anpassen. Für mich ist es wichtig, diesen Austausch aufrechtzuerhalten, während sich die Pläne der Kunden weiterentwickeln. Ein einziges Gespräch reicht nicht aus, um alle Aspekte eines sich so schnell verändernden Marktes zu erfassen.

Welche Bedeutung haben Sie für Kunden, deren Herausforderungen mehrere Technologiebereiche umfassen?

Ich verknüpfe neue Kundenbedürfnisse mit den Technologien von TDK. KI-Rechenzentren umfassen die Bereiche Leistungswandlung, passive Bauelemente, Wärmemanagement und Sensortechnologien. Auch wenn Kunden vielleicht nur einen Teil dieses Portfolios kennen, beispielsweise Kondensatoren, erstrecken sich ihre Anforderungen häufig über mehrere Bereiche.

Wir unterstützen die Hardware-Infrastruktur entlang der gesamten Energieversorgungskette – vom Stromnetz bis zum Prozessorchip. Dank der Breite unserer Technologien und unserer materialtechnischen Expertise können wir auf vielfältige Weise zum Erfolg beitragen. Wir schaffen Mehrwert für unsere Kunden, indem wir diese Kompetenzen ihren Systemanforderungen zuordnen – ganz gleich, ob es um die Stromversorgung, begrenzten Platz auf der Leiterplatte oder die Überwachung der Betriebsbedingungen geht.

 Figure 1

Die Infrastruktur eines KI-Rechenzentrums besteht aus verschiedenen Teilsystemen. TDK leistet einen Beitrag zu den blau hervorgehobenen Teilbereichen.

Welche Beispiele zeigen, wie diese umfassendere Perspektive dazu beiträgt, herausfordernde Anliegen der Kunden zu lösen?

Ein Beispiel hierfür ist die Stromversorgungsarchitektur. Da immer mehr Kunden den Einsatz höherer Gleichspannungen in Betracht ziehen, können sich die Anforderungen an Kondensatoren, magnetische Bauelemente und Schutzbauelemente ändern. Unsere ultrakompakten Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren werden heute in Server-Netzteilen eingesetzt. In anderen Architekturen können sich jedoch ihre Rolle und ihr Einbauort ändern, beispielsweise durch den Einsatz in Kondensator-Batterien. Hochspannungsschütze gewährleisten je nach den elektrischen und schutztechnischen Anforderungen des Systems im geöffneten Zustand eine galvanische Entkopplung.

Auf Leiterplattenebene besteht die Herausforderung darin, Leistung auf sehr begrenztem Raum bereitzustellen. Die Point-of-Load-Wandler der µPOL-Serie von TDK sind kompakt gebaut, hochintegriert und ermöglichen eine effiziente Leistungsumwandlung. Diese Module helfen Entwicklern, den für die Stromversorgung benötigten Platz auf der Leiterplatte zu reduzieren und das Stromversorgungsdesign zu vereinfachen.

Ein weiteres praktisches Beispiel ist die Überwachung von Kühlsystemen. KI-Rechenzentren müssen rund um die Uhr in Betrieb sein. Temperatur-, Druck- und Kühlmitteldurchfluss-Messungen helfen den Betreibern dabei, die Leistungsfähigkeit ihres Flüssigkeitskühlsystems zu bewerten. Jede Veränderung dieser Messwerte kann auf Probleme hindeuten, denen sie genauer nachgehen müssen. Diese Informationen können, wenn sie in Überwachungs- und Wartungsstrategien einfließen, das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten verringern.

Auch wenn jedes Beispiel von einem spezifischen Kundenbedarf ausgeht, verfolgen sie alle dasselbe Ziel: den effizienten und zuverlässigen Betrieb einer immer leistungsfähigeren KI-Infrastruktur.

 Figure 2

TDK liefert Schlüsselbauelemente für die Infrastruktur von KI-Rechenzentren.

Wie unterstützen Sie Kunden, die ihre Architektur gerade weiterentwickeln?

Ich möchte verschiedene Architekturlösungen unterstützen, insbesondere dann, wenn sich die Anforderungen verändern. Energie effizient zu wandeln und kritische Betriebsbedingungen zu überwachen, sind und bleiben jedoch grundlegende Anforderungen – unabhängig davon, ob sich das Umfeld oder die Implementierung von Funktionen ändert.

Über Veränderungen spreche ich mit Kunden und verfolge neue Trends, wie beispielsweise Solid-State-Transformatoren und hochintegrierte Spannungswandler. Welche Bauelemente jeweils benötigt werden, hängt von der Architektur ab. Daher muss ich genau verstehen, wo welche Bauelemente-Technologie eingesetzt werden kann und welche Anforderungen sie erfüllen muss.

Deshalb sind Kunden-Roadmaps für mich so wichtig. Sie helfen mir, die Technologie-Entwicklung mit den von den Kunden geplanten Plattformen zu verknüpfen und zu ermitteln, in welche Richtung sich unsere Produktpalette weiterentwickeln muss.

Welche Kundenbedürfnisse dürften in den kommenden Jahren Ihre Prioritäten bestimmen?

Eine effiziente Energieversorgung ist und bleibt unverzichtbar. Mit zunehmender Systemdichte wird der Bedarf an kompakten Bauelementen sowie an der Überwachung von Kühlsystemen steigen. Da die Infrastruktur immer komplexer wird, benötigen Kunden Technologielösungen, die ihnen dabei helfen, diesen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.

Meine Priorität ist es, die Kundenbindung zu stärken und unseren Entwicklungsfokus eng an deren Bedürfnissen auszurichten. Wir müssen die konkreten Herausforderungen unserer Kunden verstehen, relevante TDK Technologien ins Gespräch bringen und den Dialog aufrechterhalten, während sie ihre nächste Plattform-Generation entwickeln.



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